| Test Rückfahrkamera Edison 502 TX |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Donnerstag, 26. Juni 2008 13:58 |
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Ein Kamerasystem ohne Kabel? Wie soll denn das gehen? – Es funktioniert, Das Edison 502 TX benötigt zwar keine extra Verkabelung zwischen der Kamera und dem Monitor. Ein 12- oder 24-V-Versorgung für die Kamera ist aber dennoch nötig. Damit ist dieses Videosystem besonders geeignet, wenn das Kamera-bestückte Gerät öfter an- und abgebaut wird wie bei Landmaschinen. Bis zu 200 Meter soll das Signal im 12- oder 24-V-Bordnetz z.B. von Schiffen überbrücken können. Das ist für landwirtschaftliche Einsätze sicher ausreichend. Das Edison 502 TX besteht aus folgenden Kompo-nenten: Gut gefallen hat uns die stabile Verpackung des Gerätes, die auch zum späteren Einwintern brauchbar ist.  Die Bildchen und Skizzen auf den Blättern bei der Montage recht hilfreich. Wir haben das Edison 502 TX im Mai und Juni u.a. auf einer angehängten Feldspritze eingesetzt, um die Düsen direkt hinter dem Behälter zu überwachen. Der Monitor hat eine stabile Halterung, die sich entweder kleben oder schrauben lässt. Über einen Kugelkopf mit Spannschrau-be lässt sich der Bildschirm sehr gut verstellen. Die Kontrollbox und den Empfänger montierten wir mit Klebeband hinten rechts in der Kabine. Apropos: Zum Lieferumfang gehören sowohl verschiedene Schrauben sowie ein Klebeband. Das ist vorbildlich. Die Kontrollbox und der Sender brauchen jeweils ei-ne eigene Spannungsversorgung. Diese zweigten wir beim Radio ab. Der Monitor wird über die Kontrollbox ver-sorgt. Die Kamera montierten wir am Ort des Geschehens mit einem starken Magneten, der aus einem alten Lautspre-cher stammt. Damit waren wir noch flexibler als mit der an sich schon guten Halterung. Den Sender platzierten wir mit Kabelbindern in unmittelbarer Nähe der Kamera. Bis zu 1,80 m Abstand könnten die beiden Kabelenden mit 85 bzw. 95 cm Länge überbrücken. Alternativ könnte man zusätzlich das serienmäßig vor-handene 10-m-Kabel dazwischen setzen, wenn der Sen-der besonders geschützt untergebracht sein soll. Im übri-gen muss dieser an 12 Volt angeschlossen werden, um sich selbst und die Kamera zu betreiben. In Ermangelung einer Dauerstrom führenden 12-V-Leitung hinten an der Feldspritze zapften wir das Rücklicht an. Um die Kamera zu nutzen, fuhren wir auch tagsüber mit Licht. Für den dauerhaften Einsatz sollte aber ein Extra-12-V-Versorgung für den Sender verlegt werden. Beim Spritzen war das Edison 502 TX dann tatsächlich eine echte Hilfe. Wir probierten verschiedene Positionen aus, um alle Düsen außerhalb des Sichtbereiches zu ü-berwachen. Der Blickwinkel von 135° war für diesen Zweck in Ordnung. Allerdings wies das Bild schon einen deutlichen Fischaugen-Effekt auf. Die Kamera regelt die übertragene Lichtstärke selbst-ständig. Wenn das natürliche Restlicht nicht mehr aus-reicht, schalten sich die 18 Infrarot-LEDs automatisch zu. Diese strahlen gut zehn Meter weit, so dass das Edison 502 TX für die meisten landwirtschaftlichen Nachteinsät-ze gut zu gebrauchen ist. Sehr hilfreich sind dabei Ar-beitsscheinwerfer, deren Licht das System gut nutzt. Auch der Monitor hat eine automatische Anpassung der Helligkeit. Dafür befindet sich an der Gehäusefront ein Sensor. Nachdem wir den Kontrast und die Grundhelligkeit eingestellt hatten, waren wir mit dem Bild in den meisten Fällen zufrieden. Doch könnte die automatische Anpassung noch feiner abgestuft sein. Schwierigkeiten hatten wir manchmal bei starker Son-neneinstrahlung. Zwar ist die Oberfläche des Bildschirms entspiegelt. Doch reichte der Kontrast nicht immer aus, um bei tief stehender Sonne Details auf dem Monitor zu sehen. In diesem Punkt ist das Edison 502 TX nicht bes-ser oder schlechter als seine preiswerteren, kabelbasierten Klassenkollegen (siehe Kasten Klassenkollegen). Der stolze Preis resultiert im wesentlichen aus der digita-len Signalübertragung über das Bordnetz. Deshalb waren wir anfangs enttäuscht, dass das Bild manchmal begann zu laufen oder nur schwarz-weiß ankam. Des Rätsels Lösung lag wie meistens in der Elektronik beim Stecker: Das Rücklicht der Feldspritze brannte einwandfrei, doch eine ganz leichte Korrosion der Pole in der Steckdose behinderte den Datenfluss des Videosystems. Mit etwas Kontaktspray konnten wir dieses Problem lösen, und das Bild war in Ordnung. Um zu vergleichen, wie gut die Digitalübertragung ist, tauschten wir den Sender und den Empfänger gegen das Datenkabel aus. So hatten wir jetzt ein herkömmliches Rückfahrsystem. Die Bildqualität schien durch die direkte Verbindung noch um eine Nuance besser zu werden. Doch fehlte uns der direkte Vergleich, weil wir nicht schnell von der digitalen Übertragung auf das Kabel hin- und herschalten konnten. Zufrieden waren wir mit der Bedienung und der Menüfüh-rung des Systems. Die oberste Taste wechselt zwischen den beiden Kameras (sofern eine weitere angeschlossen ist) und mit der untersten lässt sich das Bild spiegeln. Die Menütaste öffnet in einer festen Reihenfolge die verschiedenen Einstellungen, und mit den Tasten + und – verändert man die Werte. Das ist sehr einfach, und gut ist auch, dass die Menütexte nicht mitgespiegelt werden, wenn man das Bild kontert. Spiegeln kann man die bei-den Kameras im übrigen auch getrennt voneinander über kleine Schalter an der Kontrollbox. Nicht eingesetzt und überprüft haben wir die serienmäßi-ge Tonübertragung des Edison 502 TX. Beim Einsatz von Maschinen stellt man den Ton ohnehin besser aus. Auch die Videoeinspeisung über die AV-Buchse haben wir nicht eingesetzt, und die externe Schaltung z.B. über den Rückfahrscheinwerfer ist für Landmaschinen weniger in-teressant. Das bleibt festzuhalten: Das Edison 502 TX ist ein ro-bustes Videosystem. Dafür sprechen allein drei Jahre Garantie. Die Montage ist nicht wesentlich einfacher als bei Systemen mit Kabelverbindung zwischen Kamera und Bildschirm. Schön ist, dass beim Abhängen des Gerätes kein zusätzlicher Stecker zu trennen ist. Allerdings haben wir auch tagsüber mit Licht gespritzt. Wenn die Kontakte in Ordnung sind, ist das Bild nicht schlechter als bei direkter Übertragung. Die Kamera und der Monitor regeln die Helligkeit automatisch, was in Ex-trem-Situationen nicht so gut funktionierte. Die Bedienung sehr einfacher. Den relativ hohen Preis würden wir dann ausgeben, wenn das Gerät mit der Kamera häufig gewech-selt wird. Kasten 1 plus und minus + Gutes Montagezubehör Kasten 2 klassen-kollegen Camos RV-532     2/07 Kasten 3: Edison 502 TX von Kroja Bildschirm Monitor: 5,5-Zoll LCD TFT Kamera Sensor: Farb-CCD von Sony Kontrollbox Betriebsspannung: 12 bis 24 V Sender und Empfänger Arbeitstemperatur: -25°C bis +70°C Maße und Gewichte von profi gemessen, alle weiteren Angaben laut Hersteller |
| Aktualisiert ( Mittwoch, 10. September 2008 14:25 ) |



Bilder aus dem Lichtkabel? Ein kabelloses